Die Fahnenweihe im Festzelt

Das 130-Jahr-Jubiläum, eine neue Fahne und die Organisation des Kreismusiktages, das waren in diesem Jahr die Hauptanliegen der Musikgesllschaft Steinach. Und mit der neuen Fahne nach 40 Jahren soll ein ganz besonderes Zeichen gesetzt werden. So wurde denn die Fahnenweihe zu einem ebenfalls besonderen Akt. Er dokumentierte, dass auch in der heutigen Zeit eine Fahne noch immer eine Fahne ist, ein ganz besonderes Stück Stoff.

Es war Anlass genug, diesem Umstand mit einem Ökumenischen Gottesdienst mit Fahnenweihe gerecht zu werden, dessen Durchführung am Ort des Geschehens, im Festzelt, nämlich dort wo auch der Kreismusiktag mit diversen Festivitäten stattfand, durchzuführen. Festlich ging auch der Aufmarsch zur Fahnenweihe vor sich. Mit der Besammlung beim Trunz-Kreisel fand die Besammlung statt. Die Vertreter der Dorfvereine, einige mit Fahne, marschierten in Richtung Festzelt beim Sportplatz vor der jubilierenden Musikgesellschaft Steinach unter der Leitung von Dirigent Christian Wiesli.

Vorbereitet hatten den Gottesdienst Pfarrerin Sabine Rheindorf vom Evang.-ref. Kirchkreis Steinach und Pfarreibeauftragte Martina Gassert von der Kath. Pfarrei Steinach. Eingebettet in den gesamten Festakt oblag ihnen die Aufgabe, die Weihe der neuen Fahne von geistlicher Seite her zu betreuen. Für die musikalische Begleitung war das Musikkorps besorgt, den notwendigen Geist mussten die beiden Damen einbringen. Sabine Rheindorf scheute keine Mühen, die Fahne und ihren Weg in der Geschichte der Gesellschaft zu beschreiben und in diese hinein die Geschichte der Musikgesellschaft zu verweben. Und gleichzeitig stellte sie die Frage, warum wir die Fahnenweihe mit einem Ökumenischen Gottesdienst feiern. Sie griff bis in die Zeit von König David zurück, der mit ganz Israel vor dem Herrn her getanzt ist mit Harfen, Pauken und Liedern. Und mit dem Verweis auf Luther, der ein ausgebildeter und exzellenter Sänger gewesen sein soll, fand sie den Faden zur heutigen Musik und zur Formulierung, „wie überraschend faszinierend ist die Musik, die aus dem Zusammenspiel einer Gruppe von Musikern entsteht.“ Zusammenfassend einer der abschliessenden Sätze aus der Festpredigt: Wer bei der Musikgesellschaft Steinach dabei ist, der hat etwas verstanden vom Umgang mit dem Geschenk des Lebens.

Den festlichen Akt der Präsentation der neuen Fahne übernahmen Fahnegotte Margrit Mäder und Fahnegötti Otto Hädinger Ein langsames Entrollen der Fahne und unter dem Applaus aller Anwesenden und von viel herabfallendem Goldglimmer begleitet zeigte sich die Fahne erstmals der Öffentlichkeit. Fähnrich Albert Popp behändigte sie und kurz darauf wehte sie stolz über den Köpfen der Anwesenden. Damit war der Moment für Martina Gassert gekommen, die deren Segnung vornahm.

Vorgängig hatte sie in ihrer Ansprache die Worte von Präsident Stefan Raible erwähnt: Die Fahne stehe für Gemeinschaft. In diesem Zusammenhang erinnerte und gedachte sie der früheren Mitglieder der Musikgesellschaft, die sie gegründet hatten und mit ihr auch durch schlechte Zeiten gegangen waren. Ohne sie gäbe es die heutige Musikgesellschaft nicht. Und für den heutigen Verein sprach sie die Worte: Begleite sie auch in Zukunft in ihrem Vereinsleben, segne sie, wenn sie füreinander einstehen und einander helfen. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.             zu den Bildern…