Elisabethengottesdienst 2018

Ein Festgottesdienst zum Sechzigsten

Es war ein Jubiläumsgottesdienst, denn das Elisabethenwerk, das Hilfswerk des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes, zu dem auch die Steinacher Frauengemeinschaft gehört, wird dieses Jahr 60 Jahre alt. Ein Grund, diese sechs Jahrzehnte zu feiern, aber auch gleichzeitig jedes Jahr dem Wirken der Hl. Elisabeth zu gedenken. Die Vertreterinnen der Frauengemeinschaft hatten sich denn auch etwas Besonderes, speziell Feierliches ausgedacht.

Das Elisabethenwerk ist nach der Hl. Elisabeth benannt, weil es sich zum Ziel gesetzt hat, die Lebenssituation von in Armut lebenden Frauen in Bolivien, Uganda und Indien zu verbessern. Und das war ja auch das Anliegen der Hl. Elisabeth: hungernden Menschen zu helfen. Dies geschah zum Befremden ihrer wohlhabenden und adeligen Verwandten, die es nicht begriffen, dass Elisabeth das Brot, das sie als Adelige in Hülle und Fülle hatte, teilte. Trotz Adelsstand hatte sie Zeit ihres Lebens ein schlechtes Verhältnis zu Geld und Reichtum, und war immer besorgt um das Wohlergehen der Armen. Elisabeth hatte für diese Menschen ein Spital errichten lassen, in deren Kapelle, die dem Hl. Franz von Assisi geweiht war, sie im Alter von 24 Jahren nach ihrem Tod beigesetzt wurde.

Der Jubiläumsgottesdienst stand ganz im Zeichen des Wirkens der Hl. Elisabeth. So auch die Fürbitten, die jenen Frauen Kraft verleihen sollen, die nicht den Mut haben zu widersprechen, zu kämpfen und ihre Rechte einzufordern. „Um Widerstandskraft für alle, die unter würdelosen Umständen leben müssen“, „Um Freiheit für alle, die in Tradition und Sitte gefangen sind“ und auch . „Um Weite für alle, die nie frei zu denken wagen“ wurde gebeten.

Das Rollenspiel mit Anita Wagner, Brigitte Grau, Yvonne Müggler, Pia Grüninger und Liesbeth Straub bot den Anwesenden einen reellen Einblick ins Leben der Frauen in Bolivien, Uganda, Indien und die Hilfe, die das Elisabethenwerk in den betreffenden Ländern leistet. Anwesend war auch die Historische Elisabeth, die aus ihrem Leben erzählte, ihrem Leben am Hof in Thüringen und ihrem Leben als Schutzengel der Armen und Kranken. Mit all den Aussagen im Verlauf des Jubiläumsgottesdienstes wurde das Wirken des Elisabethenwerkes entsprechend gewürdigt – und anschliessend mit einem Apéro-riche im Pfarreiheim gefeiert, für dessen Zubereitung Martha Heitzmann und Andrea Peterer zuständig waren.

 

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