Mitternachtsmesse 2018 im Gemeindesaal

Die Weihnachtsgottesdienste 2018 in der Pfarrei Steinach waren geprägt von den Schäden an den Deckengemälden und Stuckaturen in der Jakobuskirche. Die zu berücksichtigenden Gefahren durch herabstürzende Gipselemente und die damit verbundene Schliessung der Kirche liessen Hektik in der Pfarreileitung aufkommen. Kurzfristig zu realisierende Alternativen für die Durchführung der Gottesdienste waren gefragt und ebenso helfende Hände, um besinnliche Gottesdienste feiern zu können. Und es wurden für zahlreiche Angehörige der Pfarrei bestimmt denkwürdige Feiern über die Weihnachtstage. Allen voran Mesmerin Marina Herceg, die diesmal die Krippe zwei Mal aufstellte, einmal in der Kirche und anschliessend nochmals im Gemeindesaal. Und in deren Aufgabenbereich die Bedienung des Mischpultes gehörte, um die Lichtstärke im Saal stimmungsvoll zu regulieren.

In ihrer Begrüssung im Mitternachtsgottesdienst kam Martina Gassert unmittelbar auf die aktuelle Situation zu sprechen. Und richtigerweise sprach sie von einem diesbezüglichen Super-GAU. Weihnachten ohne Kirche! Schwer vorstellbar, doch nun wurde diese Situation Tatsache. Im ersten Satz ihrer Predigt erwähnte Martina Gassert die idyllische Nachricht der Engel, die den Hirten verkündeten, dass die Jungfrau Maria ein Kind geboren habe. Doch wie idyllisch war die Situation tatsächlich. Die hochschwangere Frau hatte nach kräftezehrendem Fussmarsch das Kind in einem Stall geboren, in ärmlichsten Verhältnissen. Und wonach sehnen wir uns? Nach weihnächtlicher Stimmung in einem historischen Gotteshaus, ausgestattet mit Gemälden, biblischen Darstellungen und weihnächtlicher Stimmung.

Die diesjährige weihnächtliche Mitternachtsmesse hat gezeigt, dass auch in einem Raum, der mehrheitlich für weltliche, sehr profane Anlässe genutzt wird, weihnächtliche Stimmung aufkommen kann. Zahlreiche brennende Kerzen, beleuchtete Tannenbäumen, der musikalische Auftritt des Zither-Trios und die Weihnachtskrippe haben das Ihre dazu beigetragen. „Ein Zeichen für die Anwesenheit Gottes in diesem Gemeindesaal ist die Tatsache, dass viele Leute spontan mitgeholfen haben, dass diese Mitternachtsfeier hier stattfinden kann“, sagte Martina Gassert. Und wenn sich am Anschluss an den Gottesdienst die Menschen vor dem Gemeindezentrum getroffen hatten, Glühwein getrunken und dem Spiel der Musikgesellschaft Steinach zugehört haben, dann war’s ein guter Abend.

 

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